Kurzmitteilung

Fluglärm nimmt weiter zu

Der General-Anzeiger-Bonn berichtet davon, dass Helmut Schumacher von der Lärmschutzgemeinschaft in Hennef seinen Jahresbericht präsentiert. Der überwiegende Teil des Lärms erzeugen nach wie vor die lauten Frachtmaschinen. Fluglärmgegner sprechen von einem „Skandal“.

Der ganze Bericht kann hier gelesen werden:
www.general-anzeiger-bonn.de/region/sieg-und-rhein/hennef/Fluglärm-in-Hennef-nimmt-weiter-zu-article3593519.html 

Kurzmitteilung

Weniger Auflagen für Flugverkehr

Der EU Ministerrat hat sich dem Vorschlag der EU Kommission zur weiteren Herausnahme von Flügen (in den Europäischen Wirtschaftsraum hinein und heraus) aus dem Europäischen Emissionshandelssystem angeschlossen. Zusätzlich setzen Kommission und Rat ab 2021 voll auf das ICAO Abkommen zum Klimaschutz. Änderungen können jetzt nur noch vom Europäischen Parlament angestoßen werden.

Weitere Informationen können der gestrigen Pressemitteilung des Rates entnommen werden:
http://www.consilium.europa.eu/de/press/press-releases/2017/06/21-ets-aviation/

Die FAZ berichtete am 22.6.2017 darüber ebenfalls unter dem Titel „Mildere Auflagen für Luftverkehr“.

Neutrale Flughafenbesichtigung?

Gestern veröffentlichte ich eine Einladung des Kölner CDU-Politikers Christoph Klausing zu einer Flughafenbesichtigung unter dem Titel PR-Initiative der Politik.

Helmut Schumacher von der Lärmschutzgemeinschaft Köln-Bonn e.V. kann noch detaillierteres dazu sagen:

Dass gerade jetzt solche Maßnahmen gemacht werden, das dürfte auf das für dieses Jahr geplante Planfeststellungsverfahren zurückzuführen sein. Der Zusammenhang ist folgender: Nach einer 7-jährigen Prozessdauer durch alle Verwaltungsgerichtsinstanzen, den Musterkläger der Lärmschutzgemeinschaft durchgestanden haben, wurde schließlich in letzter Instanz beim Bundesverwaltungsgericht ein vollständiger Erfolg errungen. Demzufolge darf seither der Flughafen eine für ihn wichtige Flugzeug-Parkfläche (Vorfeldfläche A) nicht mehr benutzen, d.h. so lange nicht, wie nicht eine Umweltverträglichkeitsprüfung nachgeholt wurde.
Da der Flughafen diese Fläche jedoch dringend benötigt und weil er sich auch seiner (von der NRW-Landesregierung bisher immer unterstützten salamihaften) Ausbautaktik durch das BVG-Urtreil beraubt sieht, geht er jetzt den Weg über ein Planfestellungsverfahren. Und da liegt es doch klarer Weise auf der Hand, dass man schon im Vorfeld alle Anstrengungen macht, sich bei den Fluglärmbetroffenen in ein möglichst günstiges Licht zu setzen. Die jetzt neu geplanten, weiteren Ausbauvorhaben (wie auch die Wiedergewinnung der Vorfeldfläche „A“) müssen nämlich, das sieht eine Planfeststellung grundsätzlich vor, in allen betroffen Städten und Kommunen über vier Wochen für die Öffentlichkeit „ausgelegt“ werden und in dieser Zeit (und nur in dieser Zeit!) können Betroffene verfahrenswirksam Einwände gegen die Planungen vorbringen, die dann im weiteren Verfahren in irgendeiner Form „verarbeitet“ werden müssen.

Da passt es doch ganz prima, wenn Betroffene aus Köln dazu einladen werden, eine Flughafenbesichtigung vorzunehmen, denn bei der Gelegenheit lässt sich den Besuchern doch auf dem Silbertablett die überragende Bedeutung des Flughafens für die Wirtschaftsentwicklung der gesamten Region servieren, Nachtflüge natürlich eingeschlossen!

Noch ein anderes Argument: Auch der Flughafen Düsseldorf hat ein Planfeststellungsverfahren laufen (die sind noch vor Köln daran) und dort hat es doch sage-und-schreibe über 30.000 Bürgereinwände gegeben. Man stelle sich mal vor, welche immense Arbeit deren Bearbeitung für die Beamten im Landesverkehrsministerium mit sich bringt! Da sagen sich sich doch die Kölner: Das darf uns auf keinen Fall passieren – soweit lassen wir es lieber nicht kommen – da laden wir doch mal flugs eine Reihe von Bürgervereinen aus den Regionen wo Nachtflugbetrieb besteht zu uns ein …und erklären den Leuten dann die schöne Welt des Flugverkehrs und des Kölner Lufthafens….
Auf diese Art und Weise dürfte sich dann so mancher „Fluglärm-Saulus“ zu einem „Flughafen-Köln/Bonn-Paulus“ mausern!

Beste Grüße,
Helmut Schumacher

Kurzmitteilung

PR-Initiative der Politik

Christoph Klausing, Kölner CDU-Politiker, lädt zu einer Besichtigung des Flughafens Köln-Bonn ein um über die Lärmproblematik zu sprechen. Zentraler Bestandteil der alles andere als neutralen Veranstaltung ist ein Vortrag von Benjamin Heese, Leiter Politik- und Regierungsbeziehungen, zum Thema: „Wirtschaftliche Bedeutung des Köln Bonn Airport für die Region – Erfolge bei der Lärmreduktion zur Entlastung der Bevölkerung“. Fluglärmgegner kommen nicht zu Wort.

Die Anmeldung zur Veranstaltung ist hier möglich:
http://www.christoph-klausing.de/flughafenbesichtigung17

Kurzmitteilung

Neuer Lärmrekord

Wie der Kölner Stadtanzeiger in seiner heutigen Ausgabe berichtet, freut sich der Kölner Flughafen zu Ostern mit einem Plus von 13 Prozent an Fluggästen gegenüber dem Vorjahr. „So viele Passagiere seien zu Ostern noch nie über Köln/Bonn gereist, teilte der Airport mit“, heißt es in der Zeitung. Zudem gelte seit Ende März der Sommerflugplan mit einem größeren Angebot. Das alles bedeutet natürlich: Mehr Lärm.

Interessant ist schon, dass die „Erfolgsmeldungen“ des Flughafens in letzter Zeit vierteljährlich kommen. Die Positionierung des Flughafens muss man somit auch in Vorbereitung auf die Verhandlungen sehen, ob es ab 2030 ein Nachtflugverbot geben könnte. Wird es nicht, so meine klare Prognose, denn das Argument wird lauten: Mit dem Ausbau des Flughafens und seiner Angebote in den letzten 15 Jahren seien so viele Arbeitsplätze entstanden, dass diese unmöglich wegfallen könnte.

Kurzmitteilung

Arbeit vs. Gesundheit?

In der aktuellen Ausgabe der Zeit ist ein interessanter Kommentar zu der Frage, warum Politiker trotz bekannter Gesundheitsschäden, die durch Dieselautos hervorgerufen werden, nicht Stellung gegen diese Gefahr beziehen und klare Worte meiden. Gilt das wohl ähnlich auch für die Gefahren, die durch Fluglärm hervorgerufen werden?

politik_arbeit_gesundheit

Auszug aus der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitschrift „Die ZEIT“

Petition gescheitert

Nachdem die von mir gestartete Petition über 750 Unterstützer gefunden hat (vielen Dank dafür!) habe ich das letzte halbe Jahr durch mehreren Emails, Anrufe und Faxe versucht, eine Reaktion aus dem Umfeld der Oberbürgermeisterin zu bekommen. Lange hat es gedauert, jetzt endlich ist eine (ernüchternde) Rückmeldung eingegangen, die, grob zusammengefasst, besagt: Oberbürgermeisterin Reker wird keine Stellung beziehen. Das Antwortschreiben kann hier gelesen werden.