Wem nützt es? Bund will Anteile an Köln-Bonn verkaufen

Unter dem Titel „Das 150-Millionen-Euro-Paket“ berichtete der Kölner Stadtanzeiger am 22. Juli von Plänen des Bundes, seine Anteile am Flughafen Köln/Bonn loswerden zu wollen. Derzeit ist die Bundesrepublik Deutschland mit 30,94% Anteilseigner des Flughafens. Weitere Eigner sind mit 31,12% die Stadt Köln, mit 30,94% das Land NRW. Die weiteren – wesentlich kleineren Anteile – verteilen sich auf die Stadt Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis und den Rheinisch-Bergischen-Kreis. Der Grund des geplanten Verkaufes ist, dass der Staat „nur noch tätig sein [will], wo er unbedingt gebraucht wird“, so der Kölner Stadtanzeiger.

Die Stadt Köln blockiert diese Entwicklung und ist ggf. auch zu rechtlichen Schritten bereit. Insbesondere möchte die Stadt private Investoren verhindern. Aber auch eine Aufstockung der Anteile der anderen Eigner soll verhindert werden, denn: „Erschwerend hinzu kommt, dass auch die kleinen Anteilseigner Bonn sowie Rhein-Sieg-Kreis und Rheinisch Bergischer Kreis Ansprüche anmelden könnten, ihre Anteile aufzustocken. Da dort die Dichte an unter Fluglärm leidenden Anwohnern hoch ist, würde damit der Einfluss der kritischen Stimmen größer.“ (KStA)

Kritik gegen den gesundheitsschädigenden Fluglärm – das möchte die Stadt Köln auf keinen Fall zulassen.

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